Deine Stimme für die Kleinsten
Frankfurt wählt am 15. März!
Am 15. März 2026 findet in Hessen die Kommunalwahl statt. Für uns Eltern in Frankfurt ist das weit mehr als nur ein Kreuz auf einem Zettel – es ist die Entscheidung darüber, wie die Zukunft der Kinderbetreuung in unserer Stadt aussieht. Bleiben die Kitas verlässlich offen? Wird das Essen für alle beitragsfrei?
Wir als KitaEltern Frankfurt haben den kandidierenden Parteien genau auf den Zahn gefühlt. In einer Umfrage haben wir ihnen 6 gezielte Fragen zu unseren Schwerpunktthemen gestellt:
Qualitätssicherung der Bildungsarbeit
Verlässlichkeit & Betreuungszeiten
Verpflegung in Kindertageseinrichtungen
Faire & transparente Platzvergabe
Fachkräftemangel & Prioritäten
Beitragsfreiheit
Warum deine Stimme zählt
Die Stadtpolitik entscheidet direkt über die Rahmenbedingungen in unseren Kitas. Es geht um die Zuweisung von Mitteln, die Ausbildung von Fachkräften und die Unterstützung der Träger. Wir haben die Antworten der Parteien direkt und unverfälscht für euch gesammelt und nachfolgend sowie auf unserem Instagram-Kanal veröffentlicht.
Unser Appell an euch: Informiert euch – und geht am 15. März 2026 wählen!
Wir bewerten die Antworten der Parteien nicht – das überlassen wir euch als Expertinnen und Experten des Alltags. ;)
Schaut euch an, welche Partei eure Vision von einer guten Kindheit in Frankfurt am ehesten teilt.
Wir haben die Parteien gefragt…
… und sie gebeten, in maximal 300 Zeichen auf die folgenden Fragen zu antworten:
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Welche verbindlichen Instrumente der Qualitätssicherung (z. B. regelmäßige externe Evaluationen, verpflichtende Bildungsdokumentation, Mindeststandards beim Fachkraft-Kind-Schlüssel) wollen Sie einführen oder ausbauen, um sicherzustellen, dass Kitas Bildungsorte sind – und wie wird die Einhaltung kontrolliert?
Die Grünen:
“Wir haben in Hessen ein Kita-Fachkräftegesetz mit klaren Qualitätsstandards vorgelegt. Jetzt muss die Landesregierung verbindliche Vorgaben zu Fachkraft-Kind-Schlüssel, Dokumentation und Evaluation liefern. In Frankfurt lassen wir uns von der Dezernentin regelmäßig zur Qualitätssicherung berichten.”
FDP:
“Mindeststandards für Kitas, Fokus auf Fachkräfte & Arbeitsbedingungen, Qualitätsentwicklung: Fachkraft-Kind-Schlüssel, bessere Ausbildung/Qualifikation/Fort-/Weiterbeildung des Personals, Vor- & Nachbereitung, multiprofessionelle Teams in Kitas, Evaluationen, pädagogische Fachberatung.”
Die Frankfurter:
“Ausrichtung am BEP, verbindliche Qualitätsstandards für die Schulvorbereitung - Sofortprogramm für Außenflächen / Multifunktionsräume sowie altersgerechten Ausstattung - durchgängige Sprachbildungsarbeit, Evaluierung durch Sprachstandstests - Verknüpfung mit Maßnahmen des KiTa-Qualitätsgesetzes”
Volt:
“Kita-Qualität wird nicht durch mehr Kontrolle verbessert, sondern durch Investitionen in Fachkräfte und Infrastruktur: zentrale Beratung, bevorzugte ABG-Wohnungen, kostenlose Deutschkurse bis C1, moderne Ausbildung, einheitliche Regeln und digitale Entlastung. Gute Bedingungen sichern Qualität.”
BSW:
“Wir wollen verbindliche Qualitätsstandards mit verbessertem Fachkraft-Kind-Schlüssel, regelmäßigen externen Evaluationen und verlässlicher Bildungsdokumentation. Qualität braucht Zeit und Personal. Die Einhaltung muss durch städtische Kontrolle und ausreichende Finanzierung gesichert werden.”
SPD:
“Für uns sind Kitas verbindliche Bildungsorte mit klarem Qualitätsauftrag. Frankfurt leistet schon heute mehr als das Land vorgibt: kleinere Gruppen als gesetzlich nötig. Wir wollen den Fachkraft-Kind-Schlüssel weiter verbessern, besonders im U3-Bereich, und Leitungen verlässlich freistellen”
Piratenpartei:
“Enger fachlicher Austausch mit den Fakultäten Erziehungswissenschaften u. a. für Fortbildung, Evaluationen, Audits, Monitoring, personelle Verstärkung usw.”
CDU:
“Die CDU setzt auf verbindliche Mindeststandards beim Fachkraft-Kind-Schlüssel, Feedbacksysteme und standardisierte Bildungsdokumentation. Städtische Aufsicht, regelmäßige Berichte und Nachsteuerung bei Mängeln sichern Qualität. Elternvertretungen sollen Sitze im FA Kinderbetreuung erhalten.”
AfD:
“Wir schätzen die Kompetenz der Menschen, die in Kitas arbeiten. Bevor wir verbindliche Vorgaben einführen, würden wir gern die Sicht derjenigen kennenlernen, die täglich die Herausforderungen in Kitas zu bewältigen haben.”
DieLinke:
“Um Qualitätssicherung der Bildungsarbeit zu gewährleisten, benötigen Träger und Verwaltung ausreichende Ressourcen, finanziell sowie personell.”
Die Gartenpartei:
“Gute Frage, denke darüber nach. Eine Ausbildung sollte vorhanden sein.” -
Wie wollen Sie kurzfristige Notdienste deutlich reduzieren und zugleich verlässliche bzw. flexiblere Betreuungszeiten sicherstellen – und bis wann?
CDU:
“Die CDU plant einen städtischen Springerpool für Kitas, um zeitnah Betreuungsaus-fälle zu minimieren. Zudem wollen wir Horte und Kindertagespflege ausbauen und stärken und befürworten ein Modellprojekt mit erweiterten Öffnungszeiten, um Familien, z. B. im Schichtdienst, mehr Flexibilität zu bieten.”
DieLinke:
“Die Kita-Zulage von 200 € für Erzieher*innen ist ein wichtiger Schritt, um den Beruf attraktiver zu gestalten. Weitere Maßnahmen müssen hier der Ausbau der Ausbildungskapazitäten, durch den Umzug der Berta-Jordan-Schule, und die Schaffung besserer Ausbildungsbedingungen in den Einrichtungen sein.”
AfD:
“Es wäre unehrlich, Patentrezepte vorgeben zu wollen. Die Antwort liegt in einer auskömmlichen Personalausstattung. Dem entgegen steht der Mangel an Erziehern, was auf die Themen Bezahlung, Wohnraumknappheit und Aspekte der Ausbildung von Erziehern zurückzuführen ist. Hier muss die Stadt ansetzen.”
Die Frankfurter:
“- Entlastung durch umgehende Erhöhung der Erziehungsfachkräfte und Reduktion bürokratischer Auflagen - Öffnung der Notdienste für Personen mit sozialpädagogischer Erstausbildung inkl. erleichterte Anerkennung ausländischer Qualifikationen - Ermöglichen des Engagements von Bürgern und Rentnern”
FDP:
“Bis Anfang 2029 sollen Kernzeiten flexibilisiert, die Personalplanung durch verbindliche Dienstpläne und mehr Springkräfte verbessert werden. Wir werden digitale Vorab-Planungstools für Eltern und Einrichtungen einführen, damit Bedarf und Kapazitäten früh abgeglichen werden.”
Die Grünen:
“Wir wollen Notdienste durch mehr Fachkräfte und bessere Planung deutlich reduzieren. Ziel ist eine Regelöffnungszeit von 7–17 Uhr sowie flexible Modelle, z. B. Kooperationen mit Tageseltern oder Über-Nacht-Betreuung. Umsetzung so schnell wie möglich, grundsätzlich in der nächsten Legislatur.”
Die SPD:
“Kurzfristige Ausfälle belasten Familien stark. Wir wollen sie in der nächsten Wahlperiode deutlich reduzieren – mit einem stadtweiten Vertretungspool, trägerübergreifenden Springern und besseren Arbeitsbedingungen. Flexible Zeiten sichern KTP; seit 1.1.2026 gilt eine bessere Bezahlung.”
Volt:
“Um diese Ziele zu erreichen, müssen ausreichend Fachkräfte gerne in Frankfurt arbeiten und leben können. Dies wollen wir u.a. durch beschleunigte Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Unterstützung bei der Wohnungssuche sowie durch Entlastung in der Bürokratie bis 2028 erreichen.”
BSW:
“Notdienste entstehen durch Personalmangel. Wir wollen mehr Fachkräfte durch bessere Bezahlung, Entlastung und Ausbildungsoffensiven gewinnen. Zusätzlich braucht es städtische Personalpools für Vertretungen. Ziel sind verlässliche Öffnungszeiten und flexible Betreuung für Familien.”
Piratenpartei:
“Die finanziellen Mittel der Stadt müssen kurzfristig für Personal eingesetzt werden, um den Missständen zu begegnen, Betreuungszeiten müssen verlängert werden”
Die Gartenpartei:
“Bezahlbarer Wohnraum durch max. Förderung von Wohnungsgenossenschaften schaffen, und durch bessere Bezahlung die Mitarbeiter den Job attraktiver machen” -
Befürworten Sie stadtweit einheitliche und sozial verträgliche Verpflegungspauschalen mit verbindlichen Qualitätsstandards – auch wenn dies höhere städtische Zuschüsse erfordert?
CDU:
“Die CDU fordert flächendeckende Verpflegung in Kitas und Schulen, direkte Feed-backsysteme sowie mehr Transparenz und Kontrolle der Anbieter zur Einhaltung ver-bindlicher Qualitätsstandards. Wir befürworten sozial gestaffelte Verpflegungspau-schalen – wenn möglich stadtweit einheitlich geregelt.”
Piratenpartei:
“durchaus, für diese Aspekte muss unsere Stadt stärker investieren und anderweitig notfalls einsparen, eine unbeschwerte Kindheit hat absolute Priorität”
Die Grünen:
“Sozial verträgliche, einheitliche Pauschalen mit klaren Qualitätsstandards unterstützen wir – auch wenn höhere Zuschüsse nötig sind. Jedes Kind muss gesund verpflegt werden. Wir planen kostenfreie Frühstücke und entwickeln mit dem Ernährungsbeirat Konzepte für regionale, nachhaltige Verpflegung.”
Volt:
“Kein Kind darf aus finanziellen Gründen schlechter essen als andere Kinder. Die Stadt soll dies durch Fördervereinbarungen mit allen Trägern verbindlich regeln und die entstehenden Mehrkosten durch höhere Zuschüsse abfedern. Qualität beim Essen ist kein Luxus, sondern Teil kindgerechter Bildung.”
Die Frankfurter:
“- unbürokratische, einheitliche Regelung - Verpflegungskostenübernahme ist (wie in vielen Städten) zumutbar, da die Kinder auch zu Hause verpflegt würden - für soziale Härtefälle muss Unterstützung gegeben sein - Einheitliche Qualitätsstandards und Offenlegungspflichten sind erforderlich”
SPD:
“Ja, wir befürworten das. Gute Ernährung ist Teil von Bildungsgerechtigkeit. Die Standards sollen sich an ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen orientieren und nachhaltige Beschaffung einbeziehen. Zudem wollen wir ein kostenloses Frühstück in allen Kitas.”
BSW:
“Ja. Gesunde und hochwertige Verpflegung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Wir unterstützen stadtweit einheitliche, sozial verträgliche Beiträge mit verbindlichen Qualitätsstandards. Notwendige Mehrkosten muss die Stadt übernehmen.”
DieLinke:
“Die Linke hat in den Haushaltsberatungen durchgesetzt, dass in Grundschulen und Kindertagesstätten ein kostenloses gesundes Frühstück angeboten wird. Hierfür werden 6,5 Millionen Euro in den städtischen Haushalt eingestellt.”
AfD:
“Prinzipiell befürworten wir dies, allerdings scheint bei der aktuellen Haushaltslage eine Finanzierung nur schwer umsetzbar.”
FDP:
“Gesundes Essen ist Teil des pädagogischen Alltags und Auftrags. Die FDP unterstützt Qualitätsstandards und Transparenz bei der Kita-Verpflegung. Wir priorisieren pädagogische Qualität und Personal anstatt einer vollständig staatlich finanzierten oder pauschalen kostenlosen Verpflegung.”
Die Gartenpartei:
“Gutes Bio essen essen muss sein. Muss garnicht so teuer sein, wenn der Koch was im Kopf hat.” -
Welche konkreten Änderungen planen Sie für eine transparente, sozial ausgewogene und nachvollziehbare Platzvergabe – und nach welchen verbindlichen Kriterien?
Volt:
“Es ist denkbar Kindernet zum transparenten Vergabeportal mit Statusmeldungen, verbindlichen, öffentlich einsehbaren Kriterien (sozialer Bedarf, Erwerbstätigkeit, Geschwister), mehrsprachiger Nutzerführung, unabhängiger Beschwerdestelle und sozialer Durchmischung als Vergabekriterium auszubauen.”
BSW:
“Wir wollen ein transparentes, stadtweit einheitliches Vergabesystem mit klaren sozialen Kriterien: Berufstätigkeit, Alleinerziehende, Geschwisterkinder und besondere Unterstützungsbedarfe. Vergaben müssen nachvollziehbar sein und regelmäßig öffentlich ausgewertet werden.”
CDU:
“Die CDU fordert Transparenz, wie Kriterien zur Platzvergabe gewichtet werden, sowie eine Anpassung des Kindernets an den Informationsbedarf von Eltern. Berufstätigkeit beider Eltern soll neben sozialen Kriterien stärker bei der Platzvergabe berücksichtigt werden, um Beruf und Existenz zu sichern.”
Die Frankfurter:
“- Kapazitätslücken von Kita- und Krippenplätzen mittels Sonderausbauprogramm schließen als wesentliche Voraussetzung - mit Bereitstellung der wohnortnahen Kapazitäten entfällt die kriterienreiche heutige Platzvergabe, Wegezeiten für Familien werden reduziert durch Betreuung im direkten Wohnumfeld”
Piratenpartei:
“bei der Platzzuweisung ist die individuelle Arbeitssituation der Eltern, auch die Lebenssituation des Kindes ist einzubeziehen, anhand von dieser Informationsgrundlage nach einem zu beantwortenden Fragebogen ist bedarfsgerecht zuzuweisen”
Die Grünen:
“Jedes Kind hat Anspruch auf einen wohnortnahen Kita-Platz. Wir wollen die Anmeldung vereinfachen, indem wir kindernetfrankfurt.de barrierefrei und mehrsprachig gestalten. Verbindliche Kriterien können Wohnort, soziale Risikofaktoren und Förderbedarf sein.”
SPD:
“Wir stärken die frühkindliche Bildung und entwickeln die Kita-Platzvergabe weiter. Frankfurt hat bereits ein zentrales digitales Vormerksystem. Jetzt sorgen wir für mehr Verbindlichkeit für die stadtweit definierten und veröffentlichten Vergabekriterien.”
FDP:
“Die Platzvergabe muss transparent, nachvollziehbar & sozial ausgewogen erfolgen. Wir setzen auf ein verbindliches digitales Vergabesystem mit klaren Kriterien wie Geschwisterkindern, Alleinerziehenden,, besonderem Betreuungsbedarf oder Betreuungszeiten für Flexibilität.”
DieLinke:
“Im Bereich der Platzvergabe muss die Plattform Kindernet so niederschwellig gestaltet werden, dass alle Eltern die Möglichkeit haben, ohne Probleme darauf zurückzugreifen.”
Die Gartenpartei:
“schwierig, haben Sie einen Tip für mich?”
AfD:
“Prinzipiell sollte gelten: Kurze Beine = kurze Wege. Plätze sollten also nah am Wohnort vergeben werden. Dem Mangel an Plätzen sollte nicht durch eine vermeintlich faire Mangelverwaltung begegnet werden, sondern der Fokus sollte auf der Verfügbarmachung ausreichender Plätze liegen.” -
Welche drei prioritären Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel setzen Sie um, und wo würden Sie im Zweifel priorisieren, falls Qualität, Umfang und Flexibilität nicht gleichzeitig haltbar sind?
SPD:
“Arbeitsbedingungen verbessern: 200€ Zulage für Fachkräfte, 100€ für Hauswirtschaft, 400€ Abschlussprämie – bis 2030 gesichert, ab 2027 dynamisiert. Ausbildung ausbauen: Kapazitäten erhöhen, Berta-Jourdan-Schule stärken. Anerkennung internationaler Fachkräfte beschleunigen. Qualität geht vor.”
CDU:
“Die CDU will Arbeitsbedingungen für Fachkräfte verbessern: mit leichterem Zugang zu städtischen Wohnungen, geförderten Betriebswohnungen, Programmen für Seitenein-steiger und gezielter Anwerbung und Qualifizierung von Personal aus dem Ausland. Priorität haben verfügbare Plätze und Flexibilität.”
Die Frankfurter:
“- Neue Kapazitäten für Berta-Jourdan-Schule (Stephensonstr) - Sonderausbildungsprogramm für Erziehungsfachkräfte, verkürzte Ausbildungszeit, Ausweitung berufsbegleitende Weiterbildung bei sozialpädagogischer Erstausbildung - leichtere Anerkennung ausländ. Abschlüsse (entsprechendes Sprachniveau)”
Die Grünen:
“1) Ausbildung attraktiver machen (verkürzen, vergüten, ausbauen), 2) bessere Arbeitsbedingungen, bezahlbarer Wohnraum und mehr Wertschätzung, 3) Sozialassistent*innen und Azubis nicht auf den Betreuungsschlüssel anrechnen sowie mehr Hausmeister*innen-stellen. Wir verbinden Qualität und Umfang.”
BSW:
“Priorität hat Qualität. Wir setzen auf bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und eine Ausbildungsoffensive mit vergüteter Praxiszeit. Wenn Entscheidungen nötig sind, gilt: stabile Betreuung und gute pädagogische Qualität gehen vor Ausweitung der Plätze.”
DieLinke:
“Die prioritären Maßnahmen sind, die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für das pädagogische Personal zu verbessern und durch eine faire Entlohnung und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, den Erzieher*innen ein gutes Leben in Frankfurt zu ermöglichen.”
FDP:
“Wir setzen auf drei Maßnahmen: mehr Ausbildungs- und Qualifizierungsplätze, bessere Arbeitsbedingungen und schnellere Anerkennung internationaler Abschlüsse. Wenn Zielkonflikte entstehen, hat pädagogische Qualität Vorrang vor einer bloßen Ausweitung der Betreuungsstunden.”
Piratenpartei:
“verstärkte Bemühungen um männliche Fachkräfte, da hier ein Ungleichgewicht besteht, Umfang ist bei der Betreuung vorrangig, ein akademischer Abschluss hingegen weniger”
Volt:
“Im Zweifel gilt Qualität vor Quantität, wir können uns bei Kindern keine schlechten Kompromisse erlauben. Priorität haben gute Arbeitsbedingungen, die beschleunigte Anerkennung ausländischer Abschlüsse und gezielte Sprachförderung.”
Die Gartenpartei:
“Bessere Bezahlung, 4 Tage Woche.”
AfD:
“Wir denken, dass bei angemessener Bezahlung und einem Wohnraumangebot an städtische Bedienstete in Berufen mit Fachkräftemangel durch die Stadt Frankfurt die Tätigkeit als Erzieher in Frankfurt attraktiv gemacht werden kann.” -
Setzen Sie sich für vollständige Beitragsfreiheit aller Betreuungsangebote in Frankfurt ein – falls ja, ab wann und wie finanziert?
Die Gartenpartei:
“Ja Kostenfreiheit, genauso wie für Bahn und Bus, Bürokratie abbauen.”
DieLinke:
“Im Rahmen des aktuellen Haushaltsbeschlusses hat die Die Linke durchgesetzt, dass keine Gebühren für den Besuch einer Kinderkrippe mehr erhoben werden. Hierfür sind bereits zehn Millionen Euro in den Haushalt eingestellt.”
SPD:
“Wir wollen vollständige Beitragsfreiheit für alle Betreuungsangebote vom 1. bis 6. Lebensjahr. Frühkindliche Bildung ist Daseinsvorsorge und darf nicht vom Einkommen abhängen. Wir setzen im Haushalt klare Prioritäten und fordern vom Land bessere Finanzierung.”
Piratenpartei:
“ja, das ist eine elementare Grundversorgung und u. a. bauliche Prestigeobjekte sollten weniget finanziert werden”
AfD:
“Ein erster Schritt, den wir befürworten würden, wäre eine Beitragsfreiheit ab drei Jahren. Zur Finanzierung: Die AfD hat im Rahmen der Haushaltsberatungen umfangreiche Vorschläge gemacht, um bei mehreren Themen Einsparungen vorzunehmen. Dann wären Mittel verfügbar.”
BSW:
“Ja. Bildung und Betreuung müssen von Anfang an kostenfrei sein. Wir wollen vollständige Beitragsfreiheit für alle Betreuungsformen. Die Finanzierung erfolgt über höhere kommunale Prioritäten, Landesmittel und eine stärkere öffentliche Verantwortung statt Privatisierung.”
Volt:
“Unter der Beteiligung von Volt am Haushalt 2026 sind über 16 Mio. € für kostenlose Tagespflege- und Kitaplätze, auch für 1–2‑Jährige, vorgesehen. Dies gilt rückwirkend zum 01.01.2026. Zudem wird damit in Kitas und Grundschulen ein kostenloses und gesundes Frühstück finanziert.”
Die Grünen:
“Wir haben erreicht, dass seit 2023 das letzte Krippenjahr und Kinder ab zwei Jahren bis Schuleintritt durchgängig entgeltfrei betreut werden. Auch Plätze für Ein- bis Zweijährige sollen kostenfrei werden – eine Ausweitung prüfen wir. Wir sichern Qualität und unterstützen gezielt Familien in Armut.”
Die Frankfurter:
“- Ja, in Rahmen des kommenden Haushalts, ergänzt durch Bundesmittel aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ - Haushaltsfindung 2026 hat gezeigt, dass Spielräume bestehen - Verzicht auf teure Klientel-Geschenke / Prestigeprojekte - Bürokratieabbau, der Betreuungseinrichtungen und Verwaltung spürbar entlastet”
CDU:
“Der Kindergarten bleibt beitragsfrei. Für das letzte Krippenjahr befürwortet die CDU die bis 2023 geltenden, sozial gestaffelten Elternbeiträge, um Platzausbau, Be-treuungssicherheit und Qualität zu sichern. Denn sozialleistungsberechtigte Familien erhalten einen Zuschuss oder sogar eine Erstattung.”
FDP:
“Vorrang haben für uns Qualität, Betreuungsschlüssel und Zuverlässigkeit, für Eltern & Personal/Einrichtungen. Vollständige Beitragsfreiheit kann Qualitätsinvestitionen verdrängen. Bisherige Regelungen behalten wir bei.”
Disclaimer / Neutralitätshinweis
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Wir konnten außerdem nur die Parteien berücksichtigen, deren Antworten uns fristgerecht und mit einer entsprechenden Erlaubnis zur Veröffentlichung vorlagen.
Unser Ziel ist es, Eltern eine ungefilterte Informationsgrundlage für ihre individuelle Wahlentscheidung am 15. März 2026 zu bieten.